Patent-Fall 2
Umfassender Schutz einer neuen Technologie zur Erdöl-Exploration
Ausgangslage: Zur Exploration von unterirdischen Kohlenwasserstoff-Vorkommen sollte die bisherige 2D- und 3D-Seismik durch eine neue Technologie abgelöst werden, die auf anderen physikalischen Prinzipien beruht. Anstelle der bekannten Reflexions-Seismik sollte die Erdkruste mit Hilfe rein passiver Sensoren untersucht werden, die das natürliche seismische Rauschen der Erde analysieren und dessen Spektrum auswerten. Anhand bestimmter Anomalien im seismischen Spektrum der Erde kann erkannt werden, ob ein Kohlenwasserstoff-Vorkommen, wie z. B. Erdöl oder Erdgas, vorhanden ist oder nicht. Mittels einer speziellen Signalauswertung kann außerdem erkannt werden, wie dick die Erdöl führende Schicht ist und in welcher Tiefe sich das Erdöl befindet.
Ziel: Die Aufgabe war es nun, diese neue Technologie umfassend zu schützen.
Lösung: Zunächst wurden die einzelnen Komponenten der neuen Technologie analysiert und dabei zwischen Basistechnologie, darauf aufbauenden Erfindungen, Software- und Hardware-Erfindungen unterschieden. Unter Berücksichtigung eines vorgegebenen Budgets wurde zunächst entschieden, in welchen Ländern eine Anmeldung erfolgen soll. Als sinnvoll haben wir dabei solche Länder erachtet, in denen beträchtliche Erdölvorkommen vermutet werden, sowie Länder, in denen Mitbewerber bereits aktiv sind. Schließlich wurden für jeden Erfindungsbereich Patentanmeldungen ausgearbeitet und entweder beim Internationalen Patentamt (WIPO), beim Europäischen Patentamt oder national hinterlegt. Somit konnte ein umfangreicher Schutz erzielt werden, der alle Bereiche der neuen Technologie abdeckt.

